Deutschland im Kampf ums Geld

cicerone  20. Juni 2010

Liebe Leser der Seiten FM-TV.net und ANTARIS.tv,

vielleicht geht es Ihnen wirtschaftlich zumindest noch gut. Jedoch, vielleicht leben Sie allein, weil Sie keinen Partner fanden, mit dem es sich`s den Lebensrest zu verbringen lohnt. Vielleicht erfuhren Sie buchstäblich Verrat im eigenen Nest, erkannten Sie, dass viele sogenannte Lebensfreunde sich als solche nicht erwiesen, vielleicht erlebten Sie den Dauertreit und einen nie da gewesenen emotionalen Niedergang.

Es ist kalt geworden in Deutschland. Von der äußerlichen Kälte wollen wir an diesem verregneten und kalten Junitag erst mal gar nicht reden.

Die Deutschen sind nicht mehr das, was sie einmal waren. Und vergleicht man die Menschen, die vor hundert Jahren auf diesem Kontinent in Großfamilien lebten, mit denen von heute, wird man vielleicht verstehen, wenn das Urteil fällt: „absoluter Zerfall!“.

Wer am gestrigen Samstagabend Filme im Fernsehen zur Zeit der Österreichisch-Ungarischen und Bayerischen Dynastie sah, der könnte sich gedacht haben, „lebe ich heute in einem falschen Film?“.

Ich, der Autor dieses Textes, sah heute einen Stadtbuss mit Lagerschaden an mir vorbeischleifen. Ich starrte verwundert in einen Bach ohne Fische und Getier. Ich sah merkwürdige Läufer an diesem Bach entlang sprinten, so als würde es keine Veränderung geben. Ich vernahm das aufdringliche Geräusch von Flugzeugen oberhalb der Wolkendecke. Und ich wusste, sie fliegen wieder, diese Briten und Amerikaner mit stiller deutscher Duldung und streuen Chemikalien aus, die das Wetter, Mensch und Tier beeinflussen. Habe ich gesagt „beeinflussen“? Nein, es ist eine Verletzung der Tierwelt im Programm: Chemikalien, welche am Ende alles Leben am Boden vernichten.

Es gibt keine Bienen mehr! Nicht nur das!

Ich denke weiter, hat das alles mit dem Geld zu tun? Wollen einige mehr Macht über andere, wollen sie die Bevölkerung betäuben, vergiften, vielleicht nur einlullen, um sie am Ende vollends auszurauben?

Was wollen die denn, die dort oben kurven? Wer sind ihre Hinterleute?

Die Stadt wird ärmer und ärmer. Die meisten Menschen von Tag zu Tag trauriger.

Das fängt mit dem knappen Geld an und hört mit der schlechten Nahrung auf.

Wie vital waren die Massen vor hundert Jahren?

Die Mittelschicht hat Angst. Viel hatte sie weggesteckt, schlicht verdrängt. Seit Jahr und Tag ist von der drohenden Armutskatastrophe in Deutschland die Rede. Jetzt ist sie hier angekommen. Ein Aufstand ist dennoch nicht zu befürchten: die Deutschen leiden stille.

Die Welt hat sich verändert: in vielen Teilen der Erde wird billiger und besser produziert als hier (nicht nur eine Angabe der SZ, siehe unten). Aber das ist nicht der einzige Grund: Deutschland hat die veränderte industrielle Revolution gezielt und gut organisiert, gut fremdgesteuert verschlafen. Es ist in diesem Volk nichts mehr drinnen. Es wurde zu lange verköstigt. Es wurde zu lange weggesehen und „genossen“. Die Frau gab sich zu schnell her. Jetzt ist sie viel allein. „Verdorrt“, häufig unansehnlich. Wer alleine, der leicht und schnell gefährdet. Und das wöchentliche Abendessen in einem netten Restaurant von nebenan ist auch für die meisten kaum noch drinnen. Das Reisen in die weite Ferne müssen sich viele auch abspecken.

Der Staat hat sie ausgelaugt. Aber wer von „Staat“ spricht, muss auch beweisen, dass es ein echter Staat je mal war und noch immer ist. Nein, es war und ist keiner gemäß landläufiger Definition. Denn ein echter Staat laugt nicht aus und stürzt nicht zugleich in die Hochverschuldung ab.

Was Höchststeuersätze hat und zugleich pleite ist, das ist krank. So denken es sich`s inzwischen viele Deutsche und arbeiten schwarz (SZ-Online vom 20.6. „Die Angst der Mitte“). Das deutsche Fernsehen legt das Auswandern nahe und fördert zugleich die Einwanderung von Unbedarften. Die Mittelschicht löst sich auf. Das bekommen Innenstädte und Einkaufsmärkte stark zu spüren.

Das Land sieht traurig drein.

Das Volk will von Politik nichts wissen: es will eine Ordnung wie beim Fußballspielen sehen.

Es will nicht nur die Lena gewinnen sehen. Das Volk glaubt, so wäre die Welt schließlich auch zu gewinnen.

Armes deutsches Volk!  Es ist wie auf die Leimspur geführt!

Cicerone   20.6.2010

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